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WAZ: Der Untergang der Nibelungen. Kommentar von Arnold Hohmann

Essen (ots) - Die Nibelungen-Sage, die Älteren unter uns wissen das seit dem Film-Zweiteiler in den 60er-Jahren, ist ein weites Feld. Irgendwann aber muss auch der größte Optimist erkennen, dass jedes Feld irgendwann keine Ernte mehr abwerfen will. Die Stadtväter von Worms hätten daran denken sollen, als sie 2002 die Nibelungen-Festspiele etablierten. Wie hat man den Stoff bis dato doch rauf- und runtergekrempelt, hat mal das alte Hebbel-Original gespielt, mal Moritz Rinkes Bearbeitung, dann Moritz Rinkes Neufassung und letztes Jahr, seufz, John von Düffels Klamottenversion. Nun hat man kaum mehr Geld geschweige denn Ideen, weshalb es ab sofort keine Nibelungen mehr gibt, sondern etwas über deren Zeitgenossen Friedrich II. Und auch kein Stück mehr, sondern "Improvisationen". Eine Studioproduktion also, preiswert und handlich. Es ist bisher nur ein Gerücht, dass man auch in Bayreuth an Alternativen zu Wagner arbeiten soll. Statt großer Oper seien hier Projekte angedacht wie "Vorläufiges über Hitler" oder "Letztgültiges zu Wolfgang W."

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