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WAZ: Karstadt und die Bingo-Boys - Kommentar von Ulf Meinke

Essen (ots)

Anfang Dezember vergangenen Jahres zeigte sich Rolf
Weidmann, der Karstadt-Beauftragte des Insolvenzverwalters, noch 
erstaunlich optimistisch. Karstadt sei zu retten, sagte er.
Mehr noch: Weidmann formulierte sogar Bedingungen für einen möglichen
Käufer. Zum Schnäppchenpreis sei Karstadt nicht zu bekommen. Und an 
"Bingo-Boys, die ein schnelles Geschäft machen wollen", werde die 
Warenhauskette grundsätzlich nicht verkauft. Mit "Bingo-Boys", so 
durfte man vermuten, sollten als "Heuschrecken" bekannte 
Finanzinvestoren gemeint sein.
Nicht einmal ein halbes Jahr später ist Ernüchterung eingekehrt. Die 
Zweifel, dass Karstadt als eigenständiges Unternehmen mit einem neuen
Eigentümer erhalten bleibt, wachsen weiter. Schließlich hatte sich 
Insolvenzverwalter Görg fest vorgenommen, bis Ende April einen 
Investor für den Traditionskonzern zu finden. Dass sich Görg nun für 
den Notfall wappnet und einen späteren Verkauf ermöglicht, ist zwar 
strategisch klug, es deutet aber nicht gerade auf lebhaftes Interesse
potenzieller Investoren hin. Pikant: Ausgerechnet "Heuschrecken" sind
wieder im Rennen.

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