Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Schul-Umfrage - Schlechte Noten - Leitartikel von Sibylle Raudies

Essen (ots) - Die Botschaft der Befragten lautet tatsächlich: Hört auf, planlos zu experimentieren. Sorgt lieber dafür, dass wir bzw. unsere Kinder jetzt und sofort ordentliche und bundesweit einheitliche Lernbedingungen bekommen. Das ist nicht erstaunlich. Jeder denkt zuerst an das eigene Wohl bzw. das seiner Sprösslinge. Und weniger an künftige Verhältnisse, die Reformen erfordern mögen. Wer zudem aus eigener Erfahrung weiß, wie dilettantisch etwa die letzte Reform in NRW, die Umstellung von neun auf acht Jahre Gymnasialzeit erfolgt ist, dem graut vor neuen Änderungen. Da können noch heute, fünf Jahre nach der Umstellung, die meisten Schulen ihren Elfjährigen mit acht Schulstunden am Tag kein ordentliches Mittagessen anbieten. Da arbeiten viele noch immer mit Schulbüchern, die auf den Stoff für neun Gymnasialjahre zugeschnitten sind. Nur als Beispiel. Dabei hätte man in NRW auf Erfahrungen anderer Bundesländer zurückgreifen können, die viel früher umgestellt haben. Wenig neu als Umfrage-Ergebnis ist die eher mäßige Einschätzung der Lehrerkompetenzen. Immerhin sahen einige Befragte auch Schuld bei Eltern, die sich nicht genug um den Nachwuchs kümmern. Und wenn Lehrer die Eltern benoten dürften: Da wäre wohl auch manche 4,9 dabei. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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