Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Anti-Islam-Demo - Rechnung ging nicht auf. Kommentar von Rolf Kiesendahl

Essen (ots) - Ausgerechnet vor der Duisburger Vorzeige-Moschee hatten die Rechtspopulisten von "Pro NRW" zu einer Anti-Islam-Demonstration aufgerufen und damit eine hochbrisante Situation geschaffen. Eine atemberaubende Provokation, auf die zum Glück niemand hereinfiel. Es gab keine ernsthaften Zwischenfälle. Die Gegendemonstranten, 20-mal stärker vertreten als die Veranstalter, taten den rassistischen Stimmenfängern nicht den Gefallen, sich zu Gewalt hinreißen zu lassen. Die rechte Rechnung ist nicht aufgegangen. Kaum einer der Akteure von "Pro NRW" kam aus dem Ruhrgebiet. Das ist die zweite gute Nachricht dieses Wochenendes. Natürlich gibt es auch zwischen Moers und Unna Spannungen zwischen Deutschen und Migranten moslemischen Glaubens. Es wäre unehrlich, das zu verschweigen. Doch man geht in der Regel anständig miteinander um. Demokratie kann mitunter schmerzhaft sein. Und teuer. Der Polizeieinsatz vom Wochenende dürfte hunderttausende Euro gekostet haben. Und die beteiligten Beamten das freie Wochenende. Trotzdem hat sich der Einsatz gelohnt. Das Ruhrgebiet, das schon immer ein Schmelztiegel war, hat Flagge gezeigt gegen Fremdenhass und Intoleranz. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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