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WAZ: Museen im Ruhrgebiet - Sehen und sehen lassen - Leitartikel von Jens Dirksen

Essen (ots) - Museen kann man nie genug haben - solange man sie unterhalten kann. Das ist der eigentliche Grund dafür, dass das Ruhrgebiet derzeit in der Tat mit Museen wahrlich gut versorgt ist. Und von der Duisburger Küppersmühle bis zum Dortmunder U wird immer noch gebaut. Wer das alles sehen wollen soll? Nun, das würde sich finden. Ein Museum muss nur eine attraktive Ausstellung anbieten, schon strömt das Publikum. Aber es strömt nicht zweimal in dieselbe Schau. Nur jeder zehnte Besucher kommt, um die Dauerausstellung eines Museums zu sehen; die anderen sehen sich Sonder- und Wechselausstellungen an. Deshalb stecken die wichtigsten Kosten eines Museums auch nicht in Stromrechnungen oder Gehaltslisten. Entscheidender sind vielmehr die Etats für Ankäufe und Sonderausstellungen. Gehen sie gegen null, kommt keiner mehr und es gibt keinen Grund mehr, es zu öffnen. Erst mit ihnen werden die Museen, die ja kein Selbstzweck sind, ihrer Doppelaufgabe gerecht: zu sammeln, was uns wertvoll ist, und zu zeigen, was sie gesammelt haben - auf dass uns ein Licht aufgehe über die Geschichte und die Gegenwart auch. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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