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WAZ: Die Messlatte lag zu hoch. Kommentar von Peter Müller

Essen (ots) - Armin Veh ist kein Phantast. Er wusste genau, worauf er sich beim VfL Wolfsburg eingelassen hatte. "Einer muss es ja machen", sagte er lapidar, als er zu Beginn der Saison mit der Frage konfrontiert wurde, ob er nicht zu viel zu verlieren habe als Nachfolger von Felix Magath, der die Meisterschaft in die Fußball-Provinz geholt und sich auf dem Höhepunkt in Richtung Schalke verabschiedet hatte. Veh gab sich keiner Illusion hin. Er betonte, es wäre utopisch und vermessen, die Titelverteidigung als Ziel zu nennen. Weil es in der Bundesliga ein Gerangel von zehn ambitionierten Mannschaften um die ersten fünf Plätze geben würde. Derzeit machen fünf Teams die ersten Ränge unter sich aus. Der VfL Wolfsburg ist nicht dabei. Deshalb musste Veh gehen. Sein Realitätssinn wurde ihm nicht zugute gehalten. Denn er hatte die Machtfülle seines Vorgängers erhalten, war Trainer und Sportdirektor. Und er hatte die eingespielte Meistermannschaft komplett übernommen. Dieses Team hat sich verschlechtert, deutlich. Die Abwehr ist ein Torso, einige Leistungsträger der vergangenen Saison laufen neben ihren Fußballschuhen her. Veh muss deshalb kein schlechter Trainer sein. Vielmehr wird auch am Beispiel Wolfsburg deutlich, welch ein Ausnahmetrainer Felix Magath doch ist. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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