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WAZ: Schalke und die Löcher. Kommentar von Reinhard Schüssler

    Essen (ots) - Irgendwie typisch Schalke. Ausgerechnet die - dank des Schiebedachs - vermeintlich schneesicherste Arena der Liga entpuppte sich für ein paar Stunden als größter Problemfall für den Rückrundenstart der Bundesliga. Aber nicht nur  - Achtung, Wortwitz! - der Schalker Dachschaden sorgte kurz vor Ende der Winterpause für Irritationen. Sondern auch die Einkaufstour von Felix Magath. Schließlich: War da nicht was?

    Was ist schon ein Loch im Dach gegen die Finanzlöcher, die zu wochenlangen Spekulationen über Lizenzierungsprobleme bis hin zum Verdacht der Insolvenz-Verschleppung führten? Und galt nicht der Verkauf teurer Ladenhüter, die den Etat belasten, als eine zentrale Voraussetzung für die Konsolidierung der Finanzen?

    Schnee von gestern. Statt mit Verkäufen - lediglich den Georgier Levan Kobiashvili (nach Berlin) ist der Klub bisher losgeworden --- überrascht Königsblau mit einem Einkauf nach dem anderen. Und bewegt sich dabei im härtesten deutschen Winter seit langem augenscheinlich auf dünnem Eis, wie die jüngste Enthüllung der "Sport Bild" über die angebliche Verpfändung möglicher Transfererlöse an einen US-Finanzkonzern vermuten lässt.

    Dass das Medien-Echo auf die aktuelle Schalker Personalpolitik diesmal gleichwohl sehr verhalten ausfällt, hat einen einzigen Grund: Felix Magath. Bei jedem anderen wäre - mindestens - von Aktionismus die Rede, wenn nicht gar von einer Alles-oder-nichts-Strategie. Magath dagegen hält die Kritiker ruhig. Weil sie angesichts seiner Erfolgsgeschichte unterstellen: Der Mann hat einen Plan. Vermutlich wird er in den nächsten Tagen auch noch als Dachdecker gefragt sein...

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