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WAZ: Die Rentensteuern - Verteufelte Details - Leitartikel von Stefan Schulte

Essen (ots) - Viele Rentner sind mit dem Ausfüllen der Steuererklärung schlicht überfordert. Was Experten seit der Reform der Rentenbesteuerung befürchtet haben, bestätigen die ersten Datenvergleiche. Dass sich offenbar genauso viele Rentner Fehler zu ihren Ungunsten gemacht haben wie umgekehrt, bestätigt desweiteren, dass die allerwenigsten aus minderen Motiven falsche Angaben gemacht haben. Und dennoch wäre ein Rundumschlag gegen verkopfte Bürokraten, die undurchschaubare Formulare entwerfen oder die gierige Politik, die den Rentnern in die Tasche greift, völlig fehl am Platze. Dass die Renten ähnlich zu besteuern sind wie Pensionen, hat das Bundesverfassungsgericht dem Gesetzgeber aufgetragen. Und bei sieben verschiedenen Rentenarten erledigt sich das mit dem Bierdeckel von selbst. Der Ansatz der FDP, die Steuern von der Rente gleich abzuziehen, um es gleichsam Rentner und Finanzämtern leichter zu machen, hat Charme. Doch dieser Bürokratieabbau wird im Detail verteufelt knifflig. Wer meint, die Rentenversicherung ziehe ihm zuviel Steuern ab, und das werden viele meinen, muss sich das nach wie vor über eine Steuererklärung zurückholen. Dann liegt der Ball doch wieder beim Finanzamt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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