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WAZ: Es wird wohl weiter gerast. Kommentar von Gerd Heidecke

Essen (ots) - In Flensburg werden seit 25 Jahren Punkte im Zentralregister gesammelt, und das ist auch gut so. Die dritte Stimulanz nach Beate Uhse und Pils in der norddeutschen Grenzstadt, heißt es durchaus stolz in der Selbstbeschreibung des Kraftfahrt-Bundesamtes. Bei seiner Gründung 1951 war schon das KBA selbst umstritten, und das Punktekonto hatte nie viele Freunde im Land der freien Fahrt für freie Bürger. Aber es ist nichts weiter als eine Stammtischparole, dass unbescholtene Fahrer durch kleine Übertretungen hier und da so lange Punkte sammeln könnten, bis sie ihren Führerschein verlieren. Trotzdem gibt es nichts, was man nicht noch verbessern könnte. Die einfache Idee, die Löschung der vielen Millionen Eintragungen zu automatisieren, gehört dazu. Punkte drei Jahre nach dem Verstoß wieder zu löschen, das versteht jeder. Am Grundübel Raserei wird dies nichts ändern. Dazu müsste man die Kontrolldichte massiv erhöhen - und die Bußgelder auch. Dafür eine große Koalition zu finden wie jetzt bei der Novellierung der Punkteordnung, das käme der Quadratur des Rades gleich. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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