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WAZ: Polizei steht "doof" da. Kommentar von Wilhelm Klümper

    Essen (ots) - Mit fliegender Matte auf der Harley. "Born to be wild". Das gilt seit "Easy Rider" als die grenzenlose Rocker-Freiheit. Die Wirklichkeit ist weniger romantisch, sondern plump brutal. Da wird im Rockerkrieg ein Bandido erschossen, hernach gibt es eine martialische Trauerfeier in Gelsenkirchen und am Wochenende liefert man sich in der Duisburger Innenstadt eine wüste Straßenschlacht. Und die Polizei? "Wir stehen doof dazwischen", sagt ein Polizist in herzallerliebster Hilflosigkeit unserem Reporter.

      Über derartige Laschheit schimpfte jüngst der Duisburger
SPD-Bundestagsabgeordnete Pflug in einem WAZ-Interview: "Es ist ein
Skandal, was die normalen Bürger so alles in dieser Gesellschaft zu
ertragen haben. Wir haben Bandidos, Jugendbanden, Rotlichtviertel,
Betrunkene bereits am frühen Morgen im Stadtbild. Es gibt bei uns
eine Unkultur des Wegsehens, der falsch verstandenen Toleranz. Da, wo
Rechtsverstöße vorliegen, muss die Polizei einschreiten."

      So spricht ein Sozialdemokrat, der als gewählter Direktkandidat
aus dem sozial schwachen Duisburger Norden noch zu wissen scheint,
wie die Menschen vor Ort denken und fühlen.

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