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WAZ: Stabwechsel in Rathäusern - (K)ein Traumjob. Kommentar von Walter Bau

    Essen (ots) - Traumjobs sehen anders aus. Wenn heute in zahlreichen Rathäusern in NRW neue Bürgermeister oder Oberbürgermeister ihren Dienst antreten, dann erwartet sie vor allem eines: die Verwaltung des Mangels. Angesichts leerer Stadtsäckel ist der politische Spielraum für Veränderungen und Investitionen gering. Und doch: Resignation wäre gänzlich fehl am Platze. Denn die Entwicklung der letzten zwei Jahrzehnte hat bewiesen, dass Veränderungen auch mit begrenzten finanziellen Mitteln machbar sind. Dies zeigt etwa der zwar beschwerliche, aber letztlich erfolgreiche Weg Dortmunds von der Stahl- und Bergbaumetropole zur Einkaufs- und Dienstleistungsstadt. Städte wie Hattingen, Bottrop, Gelsenkirchen oder Oberhausen haben - bei allen strukturellen Problemen - durch zum Teil mutige Projekte die Basis für einen Wandel gelegt. In Essen eröffnen in den nächsten Wochen gleich acht Großprojekte, vom Museum bis zum Mega-Einkaufszentrum. All dies zeigt: Gestalten ist möglich. Gefragt sind Engagement, pfiffige Ideen und - im richtigen Moment - Mut zum Risiko. Wer dies mitbringt, der findet als Rathauschef womöglich doch seinen Traumjob.

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