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WAZ: Anschlagsserie in Pakistan - Blutige Machtprobe - Leitartikel von Gudrun Büscher

    Essen (ots) - Es ist eine grausame Demonstration ihrer Macht, die die islamischem Extremisten derzeit in Pakistan vorführen. Sie zeigt der Regierung in Islamabad (und dem friedensnobelgepreisten US-Präsidenten Barack Obama), dass die Extremisten keineswegs geschwächt sind. Und das trotz der seit Monaten andauernden pakistanischen Militäroffensive und obwohl Taliban-Chef Bajullah Mehsud bei einem US-Raketenangriff im August ums Leben kam. Westliche Geheimdienste registrieren eine zunehmende Vernetzung unterschiedlicher Terrorgruppen und Extremisten mit El Kaida. Jetzt rächt sich, dass der pakistanische Geheimdienst und die Sicherheitskräfte lange Jahre gemeinsame Sache mit den militanten Islamisten machten, weil sie glaubten, die Fanatiker für ihre Zwecke gegen Indien und in Kaschmir gebrauchen zu können. Doch die Kontrolle über diese Gruppen haben sie längst verloren. Pakistan ist eine Atommacht. Und die Frage, wie sicher die Atomwaffen vor dem Zugriff von Extremisten sind, treibt nicht nur die USA um. Für Washington ist Pakistan ein zentraler Verbündeter im Kampf gegen El Kaida im benachbarten Afghanistan. Und zugleich ein Sicherheitsrisiko.

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