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WAZ: Ein wenig mehr Respekt - Kommentar von Tobias Bolsmann

Essen (ots) - Nennen wir sie die Unsichtbaren: Wenn in Büros, Flugzeuge oder auch Fußballstadien Leben kommt, sind die Reinigungstrupps schon wieder verschwunden. Im Verborgenen haben sie ihre Arbeit erledigt. Das saubere Ergebnis wird als Selbstverständlichkeit betrachtet. Allein deshalb erreicht der Streik schon die erste Wirkung: Er wirft ein Schlaglicht auf die Mittel, die für diese Selbstverständlichkeit eingesetzt werden. Und er verschafft einer Berufsgruppe vielleicht ein wenig mehr Respekt. Doch es besteht die Gefahr, dass es dabei bleibt. Denn der angebotene Lohnzuschlag der Arbeitgeber liegt bislang im Cent-Bereich pro Stunde. Dass die Firmen auf die Wirtschaftskrise verweisen, kann man als "Heulen mit den Wölfen" bezeichnen. In großen Teilen ist die Branche krisensicher - dreckig wird es immer. Selbst wenn am Ende des Streiks mehr als einige wenige Cent herausspringen sollten, besteht die Gefahr, dass die Beschäftigten wenig davon sehen. Weil einige Firmenchefs den Aufschlag trickreich in die eigenen Taschen leiten. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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