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WAZ: Das große Versagen - Kommentar von Gudrun Büscher

    Essen (ots) - Das Jahr 2000 war das Jahr der Versprechungen. Millenniums-Ziele hat man sie genannt und formuliert, was die Welt - in Gestalt der Uno - im neuen Jahrhundert erreichen wollte. Ganz oben auf der Liste: Die Zahl der Hungernden sollte bis 2015 halbiert werden. Was für ein Versagen!

      Es ist vor allem die Wirtschaftskrise, die die Ärmsten viel
härter und direkter trifft als die Menschen in den Industrienationen.
Es fehlt schlicht das Geld, sich die teurer gewordenen Nahrungsmittel
zu kaufen. Viele Menschen in Entwicklungsländern leben von der
Unterstützung ihrer Verwandten im Ausland. Und die sind von der
Arbeitslosigkeit besonders betroffen und haben selbst kaum was.
Beispiel: 184 Milliarden US-Dollar haben die Auswanderer aus
Lateinamerika, die Arbeit vor allem in den USA, Spanien und Italien
fanden, 2007 nach Hause geschickt. 2008 halbierte sich die Summe.
2009 geht sie weiter zurück.

      Aber das ist nur eine Ursache. Entscheidender ist, dass der Kampf
gegen Armut nicht ernst genommen wird. Das zeigt sich auch an der
Bedeutung des Entwicklungshilfeministeriums. In Deutschland, so sieht
es aus, wird es nicht weiterentwickelt sondern abgewickelt.

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