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WAZ: Zickenkrieg in der Union. Kommentar von Dirk Hautkapp

    Essen (ots) - Wen zuletzt der Eindruck beschlich, CDU und CSU agierten auf zentralen Politikfeldern weder geschlossen noch durchdacht, darf sich seit gestern sehr bestätigt fühlen. Kaum hatte Horst Seehofer aus München kommunizieren lassen, wie eine CSU-Intensivkur inklusive Steuersenkungen nach der Wahl Deutschland auf die Beine helfen würde, da ließ Angela Merkel im Namen der CDU vermelden: überflüssig. Nichts davon steht im gemeinsamen Regierungsprogramm - also wird es auch nicht Wirklichkeit. Was sich anschloss, war der hilflose Versuch der in herzlicher Rivalen-freundschaft verbundenen Schwesterparteien, der Öffentlichkeit ihren Zickenkrieg als die normalste und unschädlichste Sache der Welt zu verkaufen. Das mag bei Funktionären verfangen, denen man augenzwinkernd sagen will: Alles halb so wild, wir in Bayern wollen doch nur die FDP piesaken. Unentschlossene Wähler - davon soll es ja Millionen geben, könnten sich die unberechenbar gewordene Dynamik zwischen CDU und CSU als Nachweis von Unzuverlässigkeit übersetzen.

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