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WAZ: Nachspiel vor Gericht. Kommentar von Ulf Meinke

    Essen (ots) - Es ist das juristische Nachspiel von Vorgängen aus dem Jahr 2007. Doch angesichts der aktuellen Diskussion über die Ursachen der Finanzkrise bekommen die Ermittlungen gegen Wertpapierhändler der WestLB neue Brisanz. Die Bank-Manager stehen unter dem bösen Verdacht, Kurse künstlich manipuliert zu haben, um sich Boni zu sichern. Wohlgemerkt: Bei den Ermittlungen der Staatsanwälte handelt es sich um die juristische Aufarbeitung bei der "alten WestLB". Mittlerweile wurde fast die kom-plette Bank-Spitze ausgetauscht. Gleichwohl wirft der Fall Fragen auf: Wie konnte es geschehen, dass die dubiosen Geschäfte erst aufgefallen sind, als enormer Schaden entstanden ist? Wurde es den Aktienhändlern zu leicht gemacht? Am Donnerstag entscheidet der Bundesgerichtshof übrigens, ob der Freispruch im Untreue-Prozess gegen Ex-WestLB-Chef Jürgen Sengera aufgehoben wird. Durch die Vergabe eines Kredites an einen Fernsehgeräte-Verleiher war der WestLB 2003 ebenfalls ein Millionenschaden entstanden. Einmal mehr wird die Landesbank nun an Fehler der Vergangenheit erinnert.

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