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WAZ: Ermutigendes Zeichen - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Zuweilen kann Respekt den Weg aus verfahrenen Situationen weisen. Es brauchte offenbar die Autorität von Berthold Beitz, Ehrenaufsichtsrat des Thyssen-Krupp-Konzerns und Vorsitzender der Krupp-Stiftung, den Streit zwischen Betriebsrat und Management wegzumoderieren. Dass dies gelungen ist, ist gerade in dieser Krisenzeit ein gutes und ermutigendes Zeichen, das weit über Thyssen-Krupp hinausreicht. Vor dem Hintergrund der dramatischen Absatzeinbrüche liegen nicht bloß in der Stahlproduktion die Nerven blank. Management wie Arbeitnehmervertreter sind in der gesamten deutschen Industrie gefordert wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Wenn es gelingt, die Kraft der Sozialpartnerschaft zur Bewältigung der Einschnitte und zum Erhalt von möglichst vielen Arbeitsplätzen zu nutzen, sind wir insgesamt ein gutes Stück weiter. Das Miteinander von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist ein Kennzeichen der sozialen Marktwirtschaft, eines, das gute Chancen hat, dank der Wirtschaftskrise zum Markenzeichen zu werden. Dafür hat Thyssen-Krupp einen Beitrag geleistet.

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