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WAZ: Ruhrgebietsstädte zeigen Interesse an grünem Modell-Stadtteil - Ministerin Thoben treibt Idee von Eon-Chef Bernotat voran

    Essen (ots) - Mehrere Ruhrgebietsstädte haben Interesse an der Idee von Eon-Vorstandschef Wulf Bernotat angemeldet, ein Vorzeigeviertel namens "Innovation City" zu entwickeln. Wie die Westdeutsche Allgemeinen Zeitung (WAZ, Freitagausgabe) berichtete, signalisierte auch Nordrhein-Westfalens Wirtschaftsministerin Christa Thoben (CDU) Unterstützung für das Projekt. "Ich hoffe, dass es möglichst bald gelingt, alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen, um über die Chancen und Realisierungsmöglichkeiten dieser Vision für das Ruhrgebiet zu sprechen", sagte Thoben. Bernotat hatte in seiner Funktion als Moderator des Initiativkreises Ruhrgebiet angeregt, ein überaltertes, erneuerungsbedürftiges Viertel in einen ressourcenschonenden Modell-Stadtteil umzuwandeln. Niedrigenergiehäuser und ein generationenübergreifendes Bewohnerkonzept sind ebenso Teil des Konzepts von Bernotat wie die Ausstattung der Bewohner mit Elektro-Autos. Die Städte Gelsenkirchen, Herne und Mülheim zeigten sich offen für Bernotats Vision. "Ein solches Projekt würde zu Gelsenkirchen passen", sagte Oberbürgermeister Frank Baranowski (SPD). Er will den Eon-Chef zu einem Gespräch einladen, um zu erörtern, wo und wie sich die "Innovation City" realisieren lasse. Hernes Oberbürgermeister Horst Schiereck (SPD) sagte: "Das ist eine gute Idee. Darüber sollte man nachdenken - zumal Nachdenken erst einmal kein Geld kostet." Auch die Mülheimer Wirtschaftsförderer zeigten Interesse. Sie wollten Kontakt zum Initiativkreis Ruhrgebiet aufnehmen. Der Initiativkreis ist ein Zusammenschluss von 68 Unternehmen der Region. "Die ,Innovation City' könnte so etwas wie das Musterprojekt für ein neues, innovatives Ruhrgebiet sein", hatte Initiativkreis-Moderator Bernotat gesagt. Als mögliche Kooperationspartner nannte er neben dem Energieversorger Eon auch die Konzerne RWE, Evonik, Hochtief, Gagfah, Opel und Daimler.

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