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WAZ: Längere Kurzarbeit droht - Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Inmitten der Krise hatten Experten eigentlich mit einem noch höheren Anstieg der Arbeitslosenzahl gerechnet. Ein Grund zum Jubeln ist das aber nicht. Denn die Statistik ist verzerrt durch die hohe Zahl der Kurzarbeiter, die nicht als arbeitslos gelten Dennoch kann man froh sein, dass es dieses Instrument für den Arbeitsmarkt gibt. So können Unternehmen ihre Mitarbeiter "parken", bis die Konjunktur anzieht. Das ist besser, als Fachkräfte zu entlassen und sie später wieder zu suchen. Zudem sind Kurzarbeiter bis zu 18 Monate lang finanziell abgesichert und erhalten einen Großteil ihres Gehaltes weiter. Das wiederum kann zum Teil in den Konsum fließen und die Krise etwas mildern. Die Bundesagentur für Arbeit hat zudem versichert, noch genügend Mittel für weitere Kurzarbeiter zu haben. Gut zu wissen. Trotzdem ist die Lage bedrohlich: Hält die Krise weiter an, werden 2010 aus den vielen Kurzarbeitern von heute Arbeitslose von morgen. Und dann kommen noch viel mehr Probleme auf uns zu. Das ist die Hypothek der aktuellen Statistik.

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