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WAZ: Obamas Automobil - Kommentar von Ulrich Reitz

    Essen (ots) - Barack Obama erfährt hiermit aus der WAZ, dass Gottlieb Daimler 1883 den Gasmotor mit Glühraumzündung zum Patent anmeldete. Auch, dass drei Jahre später Carl Benz den Verbrennungsmotor patentierte, weiß er nunmehr aus derselben Quelle. Das Auto, lieber US-Präsident, ist kein Amerikaner, sondern ein Deutscher. Tin Lizzy, das T-Modell, war lediglich das erste Massen-Auto, ab 1914 gefertigt von Arbeiter- für Fahrer-Massen.

      Im Ernst: Bedenklich ist nicht die patriotische Euphorie, mit der
Obama das Auto seiner Nation einverleibt. Sondern der daraus
abgeleitete Anspruch, das Auto müsse unter allen Umständen
amerikanisch bleiben. Das ist fahrlässig: Wenn
Milliarden-Staatshilfen aus Steuergeld fließen, zählt nicht
Geschichte, sondern Zukunft. Die haben US-Autos aber nur, wenn sie
zeitgemäß umweltverträglich und gleichzeitig schick sind.

      Am berühmten Massachusetts Institute for Technology (MIT)
entsteht auf amerikanischem Boden mit deutschem Geld, entwickelt von
einem Multikulti-Team, ein Zukunfts-Elektroauto. Nicht ein
US-Präsident, sondern ein Welt-Team wird im Erfolgsfall sagen können:
Yes, we can.

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