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WAZ: Anti-Drogen-Kampf in Afghanistan - Beängstigend - Leitartikel von Norbert Robers

    Essen (ots) - Der Anti-Drogen-Kampf in Afghanistan ist eine der wichtigsten Herausforderungen für die Nato und die afghanische Regierung. Aus dem großflächigen Anbau von Schlafmohn und der unkontrollierten Einfuhr der Chemikalien, mit denen aus dem Nebenprodukt Opium harte Drogen hergestellt werden, ergibt sich eine beängstigende Heroinschwemme. Der Drogenanbau am Hindukusch geht uns alle an. Die Lösung ist (naturgemäß) weit komplexer als die Diagnose. Aber einige Punkte liegen auf der Hand. 1. Jeder Tag, an dem der afghanische Präsident Karsai seine schützende Hand über die Drogenbarone hält, ist ein Tag zu viel. 2. Die Bauern, die auf den Anbau von Schlafmohn zugunsten von Weizen verzichten, müssen großzügig entlohnt werden. 3. Die Nato sollte die afghanische Anti-Drogen-Polizei dabei unterstützen, die Drogenbosse zu verhaften. 4. Afghanistan muss zu einem Einfuhrstopp für Chemikalien zur Heroinherstellung gezwungen werden. Afghanistan hängt am Tropf des Westens. Beim Anti-Drogen-Kampf sollte der Westen diese Abhängigkeit konsequent nutzen.

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