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WAZ: Deutsch-Türkisches Forum der CDU kritisiert Versäumnisse in der Integrationspolitik

    Essen (ots) - Der Vorsitzende des Deutsch-Türkischen Forums der CDU in Nordrhein-Westfalen, Bülent Arslan, hat mit Blick auf die Integration türkischer Einwanderer in Deutschland politische Versäumnisse kritisiert. Bis Ende der 90er Jahre sei die deutsche Politik in Sachen Integration mehr oder weniger untätig geblieben, sagte Arslan der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Montagausgabe). "Jetzt fängt man an, aber das wird alles noch eine gewisse Zeit brauchen", fügte Arslan hinzu.

    Zuwanderer aus der Türkei sind einer Studie zufolge besonders schlecht in Deutschland integriert. Die Untersuchung des Berlin-Instituts kommt zu dem Ergebnis, dass türkische Migranten bei einem Vergleich von Bildungsstand, Berufserfolg oder sozialer Integration weitaus schlechter abschneiden als Zuwanderer aus Nationen wie Spanien, Portugal, Italien oder Griechenland. "Mich überrascht das Ergebnis nicht. Für mich war immer klar, dass die Probleme, die wir im Bereich der Integration haben, bei den Türken am stärksten sind", sagte der CDU-Politiker Arslan. Etliche Zuwanderer hätten in ihrer Heimat keine Schule besucht und ein "niedriges bis niedrigstes Bildungsniveau". Dies habe auch heute noch Einfluss auf die Erziehung der zweiten oder dritten Generation in den Zuwandererfamilien, erläuterte Arslan.

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