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WAZ: Lieber weniger als nichts - Kommentar von Christopher Shepherd

    Essen (ots) - Eigentlich ist es unglaublich: Mit einem plumpen Schneeballsystem schaffte es der Finanzverwalter Bernard Madoff, sich 50 Milliarden Dollar unter den Nagel zu reißen. Den größten Anlagebetrug aller Zeiten machte vor allem eine Eigenschaft möglich: die Gier nach mehr. Tatsächlich müssten aber bei Anlegern sämtliche Alarmglocken schrillen, wenn Renditen von sechs oder acht Prozent versprochen werden. Denn: Dafür müsste das Geld an anderer Stelle zu einem noch höheren Zinssatz angelegt werden. Schließlich sind Finanzverwalter (und Banken) keine selbstlosen Menschenfreunde, sondern wollen auch etwas verdienen. Insofern sollten sich Anleger genau informieren, wie ihr Geld angelegt wird - und beispielsweise beim Bundesverband der Banken nachfragen, wie hoch die Einlagensicherung der Bank ist, der man gerade Geld anvertraut. Vor allem sollte man aber eine gehörige Portion Misstrauen bei hohen Gewinnversprechen an den Tag legen und gegebenenfalls eine sichere, aber niedriger verzinste Anlage wählen. Das ist zweifelsohne besser, als das gesamte Geld zu verlieren,

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