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WAZ: Den Einstieg erschweren. Kommentar von Susanne Schild

    Essen (ots) - In der Grauzone boomte ein neues Rauschmittel, die Modedroge "Spice". Theoretisch konnten sich Zehnjährige im Internet die Gewürzmischung legal bestellen, drei Gramm für 16 Euro. Nie war es so einfach, an eine Einstiegsdroge zu gelangen.

      "Spice" gibt es seit einigen Jahren zu kaufen, vor einigen
Monaten begann mit unzähligen Medienberichten der "Hype" um das
Kraut. Das weckte die Neugier der Jugendlichen und die Sorgen der
Eltern: Wann erfolgt ein "Spice"-Verbot? Ein kleines Tütchen schien
die Behörden zu überfordern. Man wusste: "Spice" hat eine
berauschende Wirkung. Aber was diese verursachte, war unklar, die
Inhaltsstoffe sind hier zu Lande teils unbekannt.

      Ein Glücksfall war es, dass Mitte Dezember die Zusammensetzung
von Spice gelüftet wurde und umso begrüßenswerter ist es, dass die
Drogenbeauftragte so schnell mit einem Verbot reagiert. Ja, wird nun
wieder genörgelt, Verbote bringen doch nichts! Wie leicht ist es für
15-Jährige, an Alkohol oder Cannabis zu gelangen? Trotzdem: Den
Drogenkonsum wird man nie ganz stoppen können, den Weg dahin sollte
man aber so schwer wie möglich gestalten.

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