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WAZ: Ein kurzes Tankvergnügen - Kommentar von Daniel Freudenreich

    Essen (ots) - Im Sommer hatten allenfalls Berufsoptimisten damit gerechnet, doch nun ist es soweit. An den ersten Tankstellen im Revier ist der Dieselpreis unter einen Euro je Liter gefallen. Zunächst einmal ist das eine prima Nachricht. Jetzt, da die deutsche Wirtschaft in die heftigste Rezession seit 1949 schlittert, können günstige Spritpreise dem Abschwung zumindest ein wenig entgegenwirken. Sie senken die Kosten im Gütertransport, und der Verbraucher kann mit dem Ersparten an der Zapfsäule den Konsum beleben. Sollten sich die Preise auf dem aktuellen Niveau halten, dann kämen hier mehrere Milliarden Euro zusammen. Aller Voraussicht nach bleibt das Tankvergnügen jedoch ein kurzer Spaß. Die Opec wird die Ölfördermenge kommende Woche wohl drastisch drosseln, um das Angebot künstlich zu verknappen. Damit werden Diesel und Benzin teurer. Auf lange Sicht betrachtet haben höhere Preise auch eine positive Seite. Nichts gegen Umweltschutz - aber das stärkste Argument, auf sparsamere Autos umzusteigen, sind für viele Fahrer hohe Spritpreise.

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