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WAZ: Schlagschatten in der Krise. Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Ist Herr Asbeck ein Hasardeur, ein skurriler Unternehmer aus der Solarbranche, der auf Kosten der Opel-Mitarbeiter ins Licht der Öffentlichkeit drängt? Oder ist Asbeck ein ernstzunehmender Unternehmer, der die Debatte um die Zukunft von Opel in Deutschland bereichert?

      Beides ist nicht leicht zu beantworten nach dem gestrigen Tag.
Sicher aber ist: Asbeck ist ein Überzeugungstäter in Sachen
Umwelttechnologie und bislang als solcher durchaus erfolgreich.
Sicher ist auch, dass Regierungen und Opel selbst die Möglichkeit
prüfen, ob das Traditionsunternehmen Chancen hätte, wieder auf
eigenen Beinen zu stehen, getrennt von der Mutter General Motors.

      Nichts sollte ungeprüft bleiben, wenn es um die Zukunft von über
26 000 Arbeitsplätzen bei Opel geht. Selbst in kurios erscheinenden
Ideen könnte eine Vision stecken. Und ein Hersteller, der sich
gezielt mit Umweltautos einen Namen macht, fehlt in Deutschland und
in Europa ganz eindeutig. Gleichwohl dürfte angesichts der engen
Verflechtungen mit GM der Vorstoß von Solarworld nicht mehr sein als
ein Schlagschatten in Zeiten der Wirtschaftskrise.

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