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WAZ: Die Woche der Wahrheit - Kommentar von Christopher Shepherd

Essen (ots) - Nach der Woche der Warnstreiks folgt nun für die Metall- und Elektrobranche die Woche der Wahrheit. Schließlich gilt es, einen für alle Seiten tragfähigen Kompromiss zu finden. Dabei weiß die IG Metall, dass sie mit acht Prozent mehr Lohn nicht durchkommt Auch die Arbeitgeber müssen drauflegen. Die Frage ist aber, wie viel mehr es sein darf. Hier sind die Gewerkschaften in der Pflicht, die Finanzkrise zu berücksichtigen. Denn die hat die Branche schon voll erfasst: Bei Opel und BMW etwa werden die Bänder teils wochenlang gestoppt. Auch Zulieferer und andere Betriebe spüren Einbußen. Natürlich sollen Metaller gut verdienen - doch bitte nicht auf Kosten von Jobs. Denn diese werden in Krisenzeiten verstärkt abgebaut, wenn die Lohnspirale überdreht ist. Der IG-Metall-Chef von NRW, Oliver Burkhard, sagte gerade in Anspielung auf Tarifeinigungen, die erst nach langer Sitzung in der Nacht erzielt werden: "Ein guter Abschluss scheut das Tageslicht." Nun liegt es auch an ihm, dass ein gangbarer Kompromiss überhaupt ans Licht kommt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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