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WAZ: Erschreckend amateurhaft. Kommentar von Lutz Heuken

    Essen (ots) - Es gibt Konservative, die sehen Hessen in den Abgrund stürzen, wenn es dort am Dienstag zu einem rot-grünen Bündnis kommt, das von der Linkspartei toleriert wird. Es gibt aber auch eher linksorientierte Menschen, die angesichts der Wiesbadener Vorgänge das kalte Grauen befällt. Denen Andrea Ypsilanti nicht zu links ist, wohl aber zu amateurhaft; die keine Ministerpräsidentin wollen, die schon vor ihrer Wahl so viele Fehler gemacht hat.

      1. Wie konnte sich Ypsilanti vor der Hessen-Wahl von
Konservativen so in die Enge drängen lassen, dass sie eine
Kooperation mit den Linken generell ausschloss?
2. Wie konnte sie dann nach der Wahl glauben, dieses Versprechen
einfach brechen zu können, ohne ihren eigenen Ruf massiv zu
beschädigen?
3. Wie kann sie sich jetzt als Ministerpräsidentin zur Wahl stellen,
wenn diese Wahl von ihrem ärgsten Partei-Widersacher, Jürgen Walter,
abhängt? Zumal sich nun am Dienstag bei der anonymen Wahl jeder
SPD-Heckenschütze hinter Walter verstecken kann.

      Egal, wie die Wahl ausgeht: Ypsilanti ist schon gescheitert.
Wilder Wille zur Macht allein kann kühle Professionalität eben nicht
ersetzen.

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