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WAZ: Wohlfahrtsverbände kritisieren Elterngeld-Regelung

    Essen (ots) - Wohlfahrtsverbände haben scharfe Kritik an der derzeitigen Ausgestaltung des Elterngelds geübt. "Das Elterngeld ist auch eine Umverteilung von unten nach oben", sagte der Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, Ulrich Schneider, der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstagausgabe). Vor der Einführung des Elterngelds sei das alte Erziehungsgeld in Höhe von 300 Euro bis zu 24 Monate lang gezahlt worden. Mit der Umstellung auf das Elterngeld sei dieser Zeitraum halbiert worden. "Insgesamt gibt es für einkommensschwache Haushalte nicht mehr maximal 7200 Euro, sondern gegebenenfalls nur noch 3600 Euro. Das ist eine Leistungskürzung um 50 Prozent bei armen Haushalten", kritisierte Schneider. "Arme Haushalte haben das höhere Elterngeld für gutverdienende Haushalte mitfinanziert." Schneider forderte daher Nachbesserungen. "Wir sehen beim Elterngeld dringenden Handlungsbedarf", sagte er.

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