Westdeutsche Allgemeine Zeitung

WAZ: Mehr Geld für die Kampagne. Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Der Vorstoß, im Ausland für den Standort NRW zu werben, ist im Grundsatz erst einmal zu honorieren. Denn Nordrhein-Westfalen ist im Ausland trotz seiner wirtschaftlichen Kraft kein Begriff, und schon gar keine (positiv besetzte) Marke. Das sieht die Opposition im Landtag offenbar ähnlich, fiel doch die Kritik an dem Vorhaben auffällig zurückhaltend aus.

      Allerdings dürfte mit dem Mini-Budget von jährlich drei Millionen
Euro in den zu bewerbenden Staaten nicht gerade eine NRW-Euphorie
entstehen. Will NRW auf seine ohne Zweifel vorhandenen Stärken
aufmerksam machen und in der Folge vielleicht sogar den einen oder
anderen Investor gewinnen, muss mehr Geld zur Verfügung gestellt
werden.

      Ob Sponsoren in unsicheren Zeiten wie diesen die Finanzlücke wie
erhofft stopfen, sei mal dahingestellt. Puddingkönig August Oetker
aus Bielefeld könnte so einer sein. Schließlich wurde sein Name bei
der Präsentation auffällig häufig als Botschafter für den Standort
genannt. Ob solche Namen im Ausland eine gewisse Anziehung entfalten,
muss sich sowieso noch zeigen. Was für Bielefeld gilt, gilt längst
nicht für Shanghai.

Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 / 804-2727
zentralredaktion@waz.de

Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westdeutsche Allgemeine Zeitung

Das könnte Sie auch interessieren: