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WAZ: Die Macht der Masse - Kommentar von Rolf Potthoff

    Essen (ots) - Köln hat vor kurzem klare Kante gezeigt und einen bombastisch geplanten Extremistenaufmarsch verhindert, ins Leere laufen lassen. Das war's dann auch schon.

      Bochum hat am Wochenende klare Kante gezeigt und einen
NPD-organisierten Marsch vor deutliche Tatsachen gestellt: "Euch
wollen wir nicht", hieß die Botschaft, für die fast 3000 Bochumer auf
die Straße gingen. In der Bürgergesellschaft werden es offenbar
wieder mehr und mehr, die der Protest gegen Rechtsextreme im Geiste
vereint.

      Und das ist der entscheidende Punkt in dieser leidigen,
unappetitlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus:
Polizeiliche und gerichtliche Verbote gegen Aufmärsche sind, wo immer
sie möglich sind, wichtig. Damit zeigen Staat und Justiz exakt die
entschiedene Stärke, die der Extremismus versteht.

      Wichtiger noch ist die Haltung der Bürger: Erst die Macht der
Masse führt Rechten vor Augen, dass sie eben nicht, wie sie glauben,
Vordenker eines "geheimen Volkswillens" sind. Sondern, dass sie
ideologisch unerwünscht und in extremer Minderheit sind. Siehe Köln,
siehe Bochum.

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