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WAZ: Hundesteuer-Urteil - Der beste Freund. Kommentar von Ulrich Schilling-Strack

Essen (ots) - Dieses Urteil wird uns noch beschäftigen. Wer bedürftig ist, muss keine Hundesteuer bezahlen, heißt es, und das klingt auch durchaus vernünftig. Ein Haustier ist kein Luxus. Der einsame Rentner, der mutlos gewordene Hartz-IV-Empfänger, die allein erziehende Mutter: Das Elend ist schon groß genug. Der Hund ist hier oft der beste Freund. Und dennoch wird sich Kritik regen. Etwa: Warum wird ausgerechnet der Hundefreund bevorzugt? Letztlich geht es ja um die menschenwürdige Existenz, die in der Urteilsbegründung angesprochen wird, also das unverzichtbare Minimum, und hier wird nicht jeder auf Anhieb den Besitz eines Haustiers einrechnen wollen. Ein Blick auf Hundesteuer-Satzung und Gerichtsakten enthüllt außerdem Details, die der Klärung bedürfen. Es gibt ja nicht nur den niedlichen Mischling. Sondern auch den Kläffer, den Wadenbeißer, den Kampfhund. Werden in Zukunft alle von der Steuer befreit? Oder dürfen sich Rentner, Hartz-IV-Empfänger, allein erziehende Mütter in Zukunft nur noch bestimmte Hunderassen aussuchen? Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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