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WAZ: Industrie muss mehr tun - Kommentar von Thomas Wels

Essen (ots) - Eine Chemiefabrik für das blausäurehaltige Isocyanat, eine Pipeline für das giftige Kohlenmonoxid, ein Steinkohlekraftwerk und die Erweiterung der Zahl von Flugbewegungen - so unterschiedlich und unvergleichbar diese Vorhaben auch sind, die mehr oder minder große Ablehnung in der Bevölkerung ist ihnen gewiss. Mit dem Strukturwandel hin zur Dienstleistungsgesellschaft verschwinden nicht nur Industriebetriebe, es verschwindet auch die Akzeptanz derselben: weil letztlich die Zahl der Menschen, die dort Arbeit finden, immer mehr an Gewicht verliert gegenüber der Zahl der Betroffenen. Damit haben die Unternehmen, die Politik und letztlich wir alle ein Problem. Natürlich sind Isocyanat-Anlagen und Pipelines mehr als nur ein Rohr oder eine Chemieanlage. Sie sind gefährlich, zugleich aber ein Stück Zukunftssicherung des Standorts. Wenn sie nicht in NRW stehen, dann stehen sie woanders. Und ein Vielfaches an Arbeitsplätzen wandert mit ab. Industrie und Politik müssen deutlich mehr und offener um Verständnis werben. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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