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WAZ: Der Kopfnoten-Kompromiss - Vor dem Streit - Leitartikel von Sigrid Krause

Essen (ots) - Die Assoziation "orientalischer Teppichhandel" haben viele im Land. So gleichlautend wie vernichtend urteilen Lehrer und Schüler über den Kompromiss der schwarz-gelben Koalitionsrunde. Dabei hat die sich die Sache nicht leicht gemacht: Vier Noten hatte die Schulministerin retten wollen, maximal zwei schwebten den Experten ihrer Partei vor. Letzere hatten die wachsende Wut der Basis über das bürokratische Monstrum ziemlich unverblümt abbekommen. Nun also sollen es drei sein - ein goldener Mittelweg aus Sicht der Koalitons-strategen. Doch es ist zweifelhaft, ob dieser Kompromiss trägt. Das Problem - persönliches Verhalten in vier Ziffernnoten abschließend zu beurteilen - bleibt den Schulen erhalten. Ob die Debatten in den Lehrerkollegien künftig nur noch halb so lang ausfallen wie bisher, ist fraglich. Die grundsätzliche Kritik - gerade auch der kirchlichen Schulen - am System der Kopfnoten ist damit nicht aus der Welt geschafft. Das letzte Wort in Sachen Kopfnoten ist sicher nicht gesprochen. Wir sind erst im Jahr 2 ihrer Erprobung, die nächste Zeugniskonferenz naht. Und die nächste Wahl. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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