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WAZ: Wulff ist der Blamierte - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Die Übernahme des Automobilzulieferers Continental durch Schaeffler lässt Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ganz alt aussehen. Derber hätte man ihn nicht blamieren können, als ihm im Bieterwettstreit ausgerechnet Altkanzler und Ex-Ministerpräsident Gerhard Schröder (SPD) vor die Nase zu setzen. Der Autokanzler von einst führte eifrig Verhandlungen. Nun gilt er als willkommener Sonderbotschafter, der die Interessen Contis wahrt. Wulff dagegen bleibt außen vor. In diese Situation hat er sich selbst manövriert. Er legte sich mit den Volkswagen-Verantwortlichen an und stritt mit Autoimperator Ferdinand Piëch. Dass die Produktion des Porsche-Boxster von Finnland nicht nach Osnabrück, sondern nach Österreich verlegt wurde, ist auch die Folge solcher Streitereien. Dass dadurch auch die Zukunft des Osnabrücker Karosseriebauers Karmann noch düsterer erscheint, hat Wulff zu einem Großteil mitzuverantworten. Im Autoland Niedersachsen fährt Christian Wulff weit hinterher.

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