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WAZ: Strotznormal - jetzt gilt's. Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Eines der beliebtesten Zitate von Werner Müller ist das vom "strotznormalen Unternehmen", das er aus dem ehemaligen Steinkohle-Konzern RAG machen wolle. Das ist aus heutiger Sicht mit einer beeindruckenden Leistung gelungen.

      Die aktuellen Geschäftszahlen sind glänzend. Ein Investor, der
deutlich mehr als erwartet für sein Viertel an der heutigen Evonik
bezahlt hat, ist mit dem britischen Kapitalgeber CVC gefunden. Und
unter dem Strich hat diese Operation nicht nur die Möglichkeit
eröffnet, den subventionierten Bergbau sozialverträglich auslaufen zu
lassen und damit ein gigantisches Stück Strukturwandel im Revier zu
bewältigen. Sie hat letztlich die früheren RAG-Unternehmen Steag und
Immobilien vor dem sicheren Ausbluten bewahrt, weil der Kohlebergbau
auch auf diesen Unternehmen lastete.

      Ein "strotznormales Unternehmen" ist Evonik aber erst mit einem
"strotznormalen Manager" an der Spitze. Müller ist ein
kampfeslustiger Visionär, kein strukturierter Zahlenmensch. Nach dem
verlorenen Machtkampf mit NRW-Regierungschef Rüttgers war sein
Rückzug zu erwarten und fällig.

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