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WAZ: Die Folge von Abbestellungen. Kommentar von Daniel Freudenreich

Essen (ots) - Die Telekom kommt nicht zur Ruhe. Seit April 2007 hat der ehemalige Staatskonzern 11 500 Stellen hier zu Lande abgebaut, bei T-Systems sollen 4000 Arbeitsplätze wegfallen. Nun sind wohl Mitarbeiter der Call-Center an der Reihe. So tragisch dies für die Betroffenen ist - überraschend kommen die Einschnitte nicht. Sie sind auch eine Konsequenz des Kundenschwunds. Allein zwischen April und Juni gingen der Telekom 653 000 Festnetzanschlüsse verloren. Nach einer Studie wird 2013 nur noch jeder zweite Haushalt einen Festnetzanschluss bei der Telekom haben, derzeit sind es mehr als 70 Prozent. Aus rein ökonomischen Gesichtspunkten mag Telekom-Chef Rene Obermann mit der Neuausrichtung der Call-Center Recht haben. Dennoch sendet der schwer imagegeschädigte Konzern aus Kundensicht kein gutes Signal aus. Viele von ihnen werden denken: Der Service war eh' schon mies, nun wird er noch schlechter. Sollte es wirklich so kommen, dann kann Obermann noch mehr Standorte einmotten - weil ihm die Kunden ausgehen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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