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WAZ: Konjunktur der Vernunft - Kommentar von Christopher Shepherd

Essen (ots) - Eigentlich gleicht es einem Wunder, dass die Konjunktur in Deutschland nicht längst eingebrochen ist. Denn die Finanzmarktkrise, hohe Energiekosten und der starke Euro hätten die Wirtschaft normalerweise früher treffen müssen. Doch Unternehmen und Politik hatten sich gerüstet: Niedrige Lohnzuwächse, Sparprogramme und Strukturreformen auf dem Arbeitsmarkt haben die deutsche Wettbewerbsfähigkeit gesteigert. Das wird weiterhin der Industrie zu Gute kommen - allerdings nur gedämpft, da die wichtigsten Absatzmärkte in den EU-Ländern liegen, die auch vom Abschwung betroffen sind. Daher wird für 2009 mit einem Wachstum von gerade einem Prozent gerechnet. Was also tun? Klar ist: Zu hohe Lohnabschlüsse können zu einem Beschäftigungsabbau führen. Zudem sollte die Bundesregierung Reformvernunft walten lassen - auch wenn 2009 die Bundestagswahl ansteht und teure "Wohltaten" drohen. Schwächt sich dann noch der Ölpreis ab, könnte Deutschland (auch ohne kostspielige Konjunkturprogramme) recht unbeschadet aus der Krise kommen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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