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WAZ: Noch viel Arbeit für Middelhoff - Kommentar von Wolfgang Pott

    Essen (ots) - Thomas Middelhoff hat seine Arbeit als Vorstandschef bei Arcandor längst nicht erledigt. Das wusste er schon, als er im April seinen Vertrag bis Ende 2009 verlängerte. Ein weiteres Jahr Arcandor war die Reaktion auf eine anhaltend durchwachsene Geschäftslage. Natürlich hat sich die Touristik-Tochter Thomas Cook prächtig entwickelt, auch die Versandsparte Primondo hat sich gemausert. Das aber reicht nicht aus, um ansprechende Zahlen zu präsentieren. Zu groß sind die Verluste bei der Warenhaustochter Karstadt. Middelhoff, der seit 2005 defizitäre Bereiche konsequent aussortiert, muss sich nun schnell überlegen, wie er mit Karstadt umgeht. Die Ablösung des bisherigen, glücklosen Karstadt-Chefs Peter Wolf allein bringt es nicht. Das Karstadt-Geschäft muss auf die Bedürfnisse der Kundschaft ausgerichtet werden. Daran scheiterte es zuletzt auch bei den insolventen Ex-Töchtern Hertie, Sinn-Leffers und Wehmeyer. Dass der Kurs nach dem gestrigen Debakel einbrach, ist kein gutes Zeichen. Es zeugt von herbem Vertrauensverlust bei Investoren.

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