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WAZ: Unfassbares Leid - Kommentar von Angelika Wölk

    Essen (ots) - Auf dem Papier ist von  einem Stellvertreter-Krieg die Rede, vom Transitland Georgien, durch das wichtige Rohstoffe wie Öl in den Westen gebracht werden, von territorialer Integrität. Doch mit den Menschen in Gori, in Sugdidi und wie die bombardierten Orte in Georgien alle heißen, haben diese Worte nichts zu tun. Ihr Leben, ihr Zuhause, der vertraute Alltag - alles wurde ihnen von einem Augenblick auf den nächsten genommen.

      Sie finden sich plötzlich mitten in einer Hölle wieder. An
Europas Grenze, nur wenige Flugstunden entfernt, werden wieder Bomben
auf unschuldige Zivilisten geworfen. Und die Welt schaut ratlos zu.

      Es sind erschreckende Bilder, Bilder von unvorstellbarem Leid,
die von Georgien aus in die Welt gehen. Weinende Babys auf den Armen
ihrer rußverschmutzten, blutenden Mütter; Frauen mit verbrannten
Kleiderfetzen am Leib, Männer, die um Tote schluchzen, brennende
Ruinen, Flüchtlinge.

      All diese Menschen sind es, die mit ihrem Hab und Gut, mit ihrem
Leben, für das bezahlen müssen, was Politiker meinen, wenn sie sagen,
dass der Konflikt im Kaukasus eskaliert ist.

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