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WAZ: Weniger Abiturienten studieren - Viele Versäumnisse - Leitartikel von Angelika Wölk

Essen (ots) - Es ist schon kurios: Land auf, Land ab reden Politiker darüber, dass das Thema Bildung eines der wichtigsten überhaupt sei. Doch schaut man genauer hin, entpuppen sich viele Reden leider wieder als Sonntagsreden. Denn die Tatsache, dass weniger junge Leute studieren wollen, kann man als direkte Antwort auf verheerende Versäumnisse in der Hochschulpolitik verstehen. Da sind zum einen die Studiengebühren. Sicherlich wird sich nicht jeder Abiturient allein wegen der Gebühren vom Studium abhalten lassen. Es spräche auch von einer törichten Risikoscheu. Dass sie aber Einfluss auf die Berufsentscheidung haben, belegen die Zahlen schon. Meinten Bildungspolitiker ernst, was sie propagieren, hätten sie sich vor der Einführung der Gebühren Gedanken über ein überzeugendes Stipendienwesen gemacht. Doch dieses Problem ist bis heute nicht adäquat gelöst. Nicht besser ist die Bilanz bei der Ausstattung der Hochschulen. Die einzige Antwort scheint es zu sein, dass sich immer mehr Unis durch Zulassungsbeschränkungen abschotten. Ein miserables Zeugnis für die Bildungspolitik. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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