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WAZ: In Bayreuth beginnen die Spiele - Dabeisein ist alles. Kommentar von Lars L. von der Gönna

    Essen (ots) - Man kann sie elitär nennen, überkommen, man kann den Kopf schütteln über Menschen, die sich an einem Juli-Nachmittag fünf Stunden Hardcore-Oper aussetzen. Dass die Bayreuther Festspiele ein Auslaufmodell sind, kann man kaum behaupten. Bediente man die komplette Nachfrage, dauerten diese ganz Richard Wagner gewidmeten Spiele bis Ostern. 500 000 Menschen wären gern dabei, gut zehn Prozent sind es. Was ist Bayreuth? Für manche ein Gottesdienst, für andere ein Raumklang, wie man ihn nirgends auf der Welt hört, für dritte wichtiger als ein neues Auto, für wenige: ein gesellschaftliches Ereignis. Was Bayreuth ganz sicher ist: ein deutsches Markenzeichen - die berühmtesten Musikfestspiele der Welt. Bayreuth kennen sie in Singapur und Sydney. Dort denkt man dabei weniger an den Missbrauch von Wagners Werk durch Hitler. Sondern an etwas, das man selbst gern sein kulturelles Erbe nennen würde: Tradition, Ritual, oft Werkstatt - und immer wieder Provokation. Unverwechselbare Kunst, made in Germany.

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