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WAZ: Sommer zieht Notbremse - Kommentar von Christoph Meinerz

Essen (ots) - Sie hat die Notbremse gezogen. Aber so spät, dass sie damit die Klagen über mangelhaftes Krisenmanagement beim Zentralabitur nicht abrupt stoppen kann. Dafür hat der Protestzug viel zu viel Fahrt aufnehmen können. Seit Wochen ist unverkennbar, dass Fehler gemacht wurden. Zu lange hat NRW-Schulministerin Barbara Sommer versucht, sie zu verharmlosen, sie wegzureden. Damit hat sie nur noch mehr Empörung ausgelöst. Auch wenn sich später herausstellen sollte, dass nicht jeder Vorwurf berechtigt war - politisch unklug war ihr Weigern, Zugeständnisse zu machen, allemal. Mit ihrem Verweis auf das Widerspruchsrecht von Abiturienten ("Wo nachgewiesen wird, dass der Stoff einer Abituraufgabe vorher nicht im Unterricht behandelt worden ist, sollten Schüler die Möglichkeit haben, die Arbeit nachzuschreiben") hat sie vergangene Woche erstmals eine Tür geöffnet - und neue Proteste geerntet. Darauf hat sie mit ihrem unbürokratischen Nachschreibe-Angebot jetzt richtig reagiert. Nun muss die schonungslose Analyse folgen. Wo wurden Fehler an Schulen, wo im Ministerium gemacht? Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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