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WAZ: Gefährliche Mischung - Kommentar von Christoph Meinerz

Essen (ots) - Die Beschwerden über unhaltbare Zustände in Gefängnissen reißen einfach nicht ab. Jetzt schlagen auch noch die Alarm, die täglich unmittelbar erleben, was in den Justizvollzugsanstalten geschieht. Knast-Aufseher im Dienste des Staates mit einen Durchschnitts-Bruttolohn von 2250 Euro Hunderte von Überstunden schultern zu lassen, ist wenig sozial. Noch problematischer erscheint aber, dass die Strafvollzugsbediensteten offenbar mit der zunehmenden Aggressivität "ihrer" Häftlinge, übrigens auch in Frauenknästen, überfordert sind. Auch wenn die Justizministerin Altlasten von der früheren Landesregierung übernommen hat: Sie trägt jetzt die politische Verantwortung für alles, was hinter den "schwedischen Gardinen" passiert. Aus Angst vor weiteren Extremfällen wie dem Foltermord von Siegburg das Personal bis zur Krankheit schuften zu lassen, ist der falsche Weg. Ruhe in den Gefängnissen und eine erfolgreiche Resozialisierung von Häftlingen bekommt man nur mit qualifiziertem, motiviertem und vor allem ausreichendem Personal. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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