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WAZ: Toller Preis für Bonse - Kommentar von Thomas Wels

    Essen (ots) - Die geräuschlose, zuweilen bis ins Unscheinbare reichende Arbeit von Wilhelm Bonse-Geuking scheint sich außerordentlich gut auszuzahlen. Der Preis von gut 2,4 Milliarden Euro, den der Chef der RAG-Stiftung für den Anteil von einem Viertel an Evonik ausgehandelt hat, kann sich mehr als sehen lassen. 2,4 Milliarden Euro - das ist ein Wertaufschlag von einem Fünftel gegenüber dem Angebot, das der Finanzinvestor Cerberus vor Jahresfrist gemacht hat. Da sich der Ex-BP-Manager Bonse-Geuking den Stiftungs-Job nicht aus Eitelkeit, sondern aus einer Art vaterländischen Verpflichtung fürs Ruhrgebiet heraus angetan hat, darf man annehmen, dass die Wahl von CVC nicht allein dem Preis geschuldet ist. Auch die Strategie der Briten und deren Einstellung gegenüber den Beschäftigten scheint zu stimmen. Mit der Entscheidung, Evonik spätestens 2013 als Ganzes an die Börse zu bringen, sind Zerschlagungsspekulationen zumindest bis dahin vom Tisch. Jetzt kommt es darauf an, dass Management, CVC und Stiftung an einem Strang ziehen.

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