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WAZ: Solarium-Verbot für Jugendliche - Weitsichtig - Leitartikel von Angelika Wölk

Essen (ots) - Soll der Staat alles regeln? Nein, soll er nicht. Das persönliche Verhalten darf nicht vergesellschaftet werden. Übervater Staat soll die Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen. Das kann er gottlob auch nicht. Doch manchmal muss der Staat die Menschen, vor allem die jungen, vor sich selber schützen. Wenn es etwa um den freien Zugang von Jugendlichen zum Alkohol geht, muss er sich einschalten, oder wenn es um den Schutz vor Tabakqualm geht. Jetzt plant die Regierung, Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch des Solariums zu verbieten. Es ist ein kluger Schritt.

Zwar träumt mancher hier zu Lande von einer knackig braun gebrannten Haut. Sie gilt als schick, sieht nach Urlaub in der großen, weiten, verlockenden Welt aus. Doch wer so aussieht, zahlt dafür einen hohen Preis. Manchmal zahlt er mit seinem Leben. Denn Hautärzte warnen seit langem vor den schädlichen Strahlen aus der künstlichen Sonne. Doch junge Leute können die Gefahren nicht immer richtig einschätzen. Ein Verbot wäre deshalb keine Freiheitsberaubung, sondern Weitsicht. Es sollte daher so bald wie möglich kommen.

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