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WAZ: Dieser Schritt war überfällig - Kommentar von Hans-Josef Justen

    Essen (ots) - Borussia Dortmund  und Thomas Doll haben sich getrennt. Ob diese Scheidung nach dem freiwilligen Rücktrittsangebot des Trainers erfolgte, oder ob Doll mit sanftem Druck und einer Abfindung von angeblich 500 000 Euro animiert worden ist, spielt eine nur untergeordnete Rolle. Denn dieser Schritt war überfällig, weil der BVB unter Dolls Leitung auf der Stelle trat und mit Rang 13 den schlechtesten Tabellenplatz seit 20 Jahren erreichte.

        Die berechtigte Kritik an ihm geht jedoch auch mit zweifelnden
Fragen an den Führungsqualitäten der BVB-Spitze einher, die den
Vertrag mit Doll trotz unterdurchschnittlicher Erfolge erst im Januar
2008 bis 2010 verlängerte.

      Aussichtsreichster Kandidat für die Nachfolge ist, aller
Abwiegelungsversuche zum Trotz, der Mainzer Jürgen Klopp, der nach
dem verpassten Aufstieg die Brocken hinwarf. Klopps Vorteile sind
seine Spontaneität, seine jugendliche Frische, seine
Begeisterungsfähigkeit, sein taktisches Verständnis, das er als
ZDF-Experte demonstrierte. Bringt er diese Fähigkeiten in Dortmund
ein, kann er zum Glücksfall für den BVB werden, der nach wenig dollen
Erfahrungen Erfolge braucht.

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