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WAZ: Schwimmen auch für Muslimin - Neuer Ansatz - Leitartikel von Stefan Wette

Essen (ots) - Die Zeiten ändern sich. Wer das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes von 1993 liest, mit dem eine muslimische Schülerin vom Sportunterricht freigestellt wurde, der liest nicht einmal ansatzweise von der Gefahr einer schleichenden Islamisierung. Da geht es schlicht um die Verletzung der Religionsfreiheit, wenn das Mädchen zusammen mit Jungen Sport treibt. Auch im aktuellen Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichtes, wenn es denn schriftlich vorliegt, wird vermutlich nichts von der Gefahr einer Parallelgesellschaft zu lesen sein. Aber der Entscheidung ist anzumerken, dass in den 15 Jahren viel passiert ist. Da ist der 11. September, der zeigte, wie feindlich gut ausgebildete junge Muslime aus Deutschland den westlichen Werten gegenüberstehen können. Und da ist der Einblick in mittelalterlich anmutende Familienstrukturen, den Zwangsehen und Ehrenmorde gewährten. Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht hat jetzt einen pragmatischen neuen Ansatz gefunden, um der Gefahr einer Parallelgesellschaft zu begegnen. Um den Einzelfall ging es dabei nicht. Eher darum, dass auch Töchter streng muslimischer Eltern nicht in eine Außenseiterrolle gedrängt werden. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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