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WAZ: Die Tarifflucht der Autohäuser - Kommentar von Stefan Schulte

Essen (ots) - Die Autohäuser in NRW haben ihrem Verband das Mandat für Tarifverhandlungen entzogen. Damit folgen sie dem schlechten Beispiel anderer Bundesländer und beenden eine jahrzehntelange Tarifpartnerschaft. Ein schwarzer Tag für die 85 000 Beschäftigten. Was das bedeutet, weiß man aus anderen Ländern. Viele Autohäuser werden sich aus dem Flächentarif verabschieden. Verhandeln wird künftig eine Tarifgemeinschaft. Die Unternehmen können ihr fernbleiben, ohne aus ihrem Verband zu fliegen. Das ist neu und nur deshalb wehren sich die Arbeitgeberverbände nicht stärker gegen ihre Entmachtung. Bezahlen müssen diese Strategie die Beschäftigten vor allem in kleinen und schwach organisierten Belegschaften. Zur Wahrheit gehört auch, dass es den Autohäusern in NRW nicht gut geht. Zwei von drei schreiben nach eigenen Angaben rote Zahlen. Doch die Tarifabschlüsse waren zuletzt entsprechend bescheiden. Eine Branche, die wie wenige auf das Vertrauen ihrer Kunden angewiesen ist, sollte zuletzt an der Qualität ihrer Mitarbeiter sparen. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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