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WAZ: Unrealistische Forderung. Kommentar von Christoph Meinerz

Essen (ots) - Wohin sollten wir die Spitzenmanager vertreiben, die neulich das Aus für das profitable Nokia-Werk in Bochum beschlossen haben? Sie sitzen doch gar nicht in unserem Land, sondern spielen längst global mit Menschen Monopoly. Selbst wenn unsere Volksvertreter Führungskräfte, die ausschließlich zur Gewinnmaximierung massenhaft Arbeitsplätze vernichten, aus Deutschland verjagen könnten - das Kernproblem wäre damit nicht gelöst. Die Globalisierung frisst Stellen in Deutschland, unter dem Druck weltweiter Konkurrenz sinkt der Wert des einzelnen Arbeitnehmers und in den Führungsetagen damit - fast zwangsläufig - die Moral. Das alles weiß auch Hannelore Kraft ganz genau. Dass sie trotzdem solche Rausschmiss-Fan-tasien entwickelt, zeigt, wie ohnmächtig die Politik den Veränderungen der Arbeitsmärkte gegenüber steht. Die bei Menschen eine solche Angst, Wut und Verzweiflung auslösen, dass neue radikale Parteien entstehen. Wie eben die Linkspartei. Deren Existenz wiederum die alte SPD so unter Druck setzt, dass ihre Chefin rein populistische, aber vollkommen unrealistische - sprich: irre - Forderungen aufstellt. Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-2727 zentralredaktion@waz.de Original-Content von: Westdeutsche Allgemeine Zeitung, übermittelt durch news aktuell

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